Kollektive Mobilität stärken und alternative Antriebe erforschen

Eine Nahaufnahme eines FlixBus Fahrers auf seinem Fahrersitz.

Wir sind überzeugt, dass alle Menschen die Möglichkeit haben sollten, ihren CO₂-Fußabdruck auf Reisen zu reduzieren, unabhängig vom eigenen Budget. Kollektive Verkehrsmittel können dabei eine entscheidende Rolle spielen. Wer sich für kollektive Mobilität entscheidet, verändert seine Gewohnheiten vielleicht nur ein kleines Stück, kann damit aber einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Laut der Flix Methodik zur Berechnung vermiedener Emissionen verursacht ein durchschnittlicher FlixBus in Europa 28,1 g CO₂ pro Personenkilometer 1. Das sind mindestens fünfmal weniger CO₂ als bei einem PKW und zehnmal weniger als bei einem Flugzeug. Darüber hinaus erreichen Reisebusse fast die Umweltbilanz von Intercity-Zügen. Dies macht sie zu einer attraktiven Alternative für Regionen, die nur begrenzt ans Bahnnetz angebunden sind.

Auf Basis dieser Methodik haben Flix Fahrgäste im Jahr 2025 weltweit schätzungsweise 1,5 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen vermieden, allein dadurch, dass sie sich für unsere Angebote statt für andere Fernverkehrsmittel wie private Autos oder Flugzeuge entschieden haben (weitere Informationen zur Berechnung finden sich in Flix Methodik zur Berechnung vermiedener Emissionen 2025, S. 10).

Wie dieses Beispiel zeigt: Die Wahl des Verkehrsmittels kann einen Unterschied machen. Wer für dieselbe Strecke Bus statt Auto oder Flugzeug wählt, kann die eigenen Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren.

Klimabeiträge unserer Fahrgäste

Von 2017 bis April 2026 haben wir mit der Umwelt-NGO atmosfair zusammengearbeitet, um unseren Fahrgästen die Möglichkeit zu geben, mit einer freiwilligen Spende verifizierte Klimaschutzprojekte im Globalen Süden zu unterstützen, die darauf abzielen, CO₂ aus der Atmosphäre zu reduzieren.

75 % der Klimabeiträge flossen in zertifizierte Projekte zur Emissionsminderung. In den vergangenen zehn Jahren haben Flix Fahrgäste über das von Gold Standard und UN CDM2 zertifizierte Rwanda Efficient Cookstoves Project dazu beigetragen, 112.399 Tonnen CO₂ zu reduzieren.

Die übrigen 25 % unterstützten transformative Projekte mit positiven ökologischen und sozialen Auswirkungen in den Regionen, in denen Flix aktiv ist. Dafür wurde 2017 gemeinsam mit atmosfair der Future of Mobility Fund ins Leben gerufen. Über die Jahre flossen die Beiträge unserer Fahrgäste in zahlreiche wirkungsvolle Projekte.

Von August 2025 bis April 2026 unterstützten die Beiträge unserer Fahrgäste insbesondere zwei Klimaschutzprojekte in Indien. Das erste Projekt fördert effiziente Kochherde, die 65 % weniger Brennholz verbrauchen, wodurch die CO₂-Emissionen deutlich gesenkt werden und gleichzeitig die Entwaldung eingedämmt sowie die Raumluftqualität verbessert wird. Das zweite Projekt konzentriert sich auf die Herstellung von Biokohle aus landwirtschaftlichen Abfällen, wodurch CO₂ für bis zu 1.000 Jahre dauerhaft aus der Atmosphäre gebunden wird – zertifiziert durch Carbon Standard International (CSI)3.

Im Laufe der Jahre haben die Beiträge außerdem einige von Flix initiierten Pilotprojekte unterstützt, mit denen die Flotten unserer Partner durch alternative Kraftstoffe und Antriebstechnologien weiterentwickelt werden sollen. Eine der größten Herausforderungen bei der Dekarbonisierung der Flotten unserer Buspartner ist die Skalierbarkeit der derzeit verfügbaren emissionsfreien Technologien für Fernbusse. Infrastruktur und technologische Voraussetzungen erschweren es aktuell, emissionsfreie Lösungen effizient und wirtschaftlich nachhaltig in größerem Maßstab einzusetzen. Gleichzeitig untersuchen wir seit Jahren weniger CO₂-intensive Alternativen zu Diesel.

Vom Labor auf die Straße: So helfen Klimabeiträge dabei, den Wandel der Flotten voranzutreiben

Mit den Klimabeiträgen unserer Fahrgäste konnten wir bereits:

  • den ersten elektrischen Fernbus in Deutschland auf die Straße bringen,
  • Unsere ersten mit Biogas betriebenen Busse in der Benelux-Region und in Skandinavien einsetzen,
  • zehn Busse mit Solarmodulen in fünf Ländern einsetzen,
  • den Einsatz von Brennstoffzellentechnologie für wasserstoffbetriebene Fernbusse untersuchen.

Hier klicken, um mehr über unsere Projekte zur Flottentransformation zu erfahren – einschließlich der Projekte, die bis April 2026 auch durch Beiträge unserer Fahrgäste ermöglicht wurden.

Weitere Projekte, die durch Klimabeiträge möglich wurden:

  • 17 E-Lastenräder für NGOs wie Foodsharing, Caritas und die Tafel zur Unterstützung bei der Lebensmittelausgabe
  • 32 Klima-Workshops für Schulkinder in ganz Europa
  • eine Solaranlage und ein Plug-in-Hybridfahrzeug für das SOS-Kinderdorf in Sarajevo

Wir setzen auch selbst auf konsequentes Handeln.

Flix berechnet die Emissionen sämtlicher Geschäftsreisen der Mitarbeitenden weltweit und leistet finanzielle Beiträge zu den Klimaschutzprojekten „Clean Cookstoves“ in Ruanda sowie zum Future of Mobility Fund. Das entsprechende Zertifikat zu unserem eigenen Beitrag ist hier verfügbar.

Flix Klimaversprechen

Wir haben uns der Science Based Targets initiative (SBTi) angeschlossen und kurzfristige Emissionsreduktionsziele für das Jahr 2032 eingereicht. Die SBTi hat diese Ziele im April 2024 validiert und damit bestätigt, dass unsere Strategie mit den globalen Klimazielen übereinstimmt. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir im Rahmen der Science Based Targets initiative kontinuierlich an der Dekarbonisierung. Wir haben uns verpflichtet, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2032 gegenüber dem Basisjahr 2019 um 54,6 % zu reduzieren. Gleichzeitig sollen die Scope-3-Treibhausgasemissionen im selben Zeitraum pro Personenkilometer um 40,9 % sinken. Weitere Informationen zu unseren Fortschritten enthält der ESG-Bericht von Flix (Abschnitt 2.1.3, S. 20–24).

Auf unserem Weg zur Dekarbonisierung verfolgen wir eine ganzheitliche Klimastrategie, die auf drei Prinzipien basiert: Vermeiden, Reduzieren und Beitragen.

  • Wir helfen unseren Fahrgästen, CO₂-Emissionen zu vermeiden, indem wir ihnen gemeinschaftliche Mobilitätslösungen anbieten, die einen niedrigeren Emissionsfaktor pro Fahrgastkilometer aufweisen als andere Verkehrsmittel4.
  • Wir untersuchen das Potenzial alternativer Antriebe und Kraftstoffe in Pilotprojekten, von batterieelektrischen Antrieben bis hin zu Biogas, um die CO₂-Emissionen zu reduzieren.
  • Trotz dieser Maßnahmen bleiben jedoch einige Emissionen vorerst unvermeidbar. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Fahrgästen, Umwelt-NGOs und Branchenvertretern zusammen, um gemeinsam zu den globalen Klimazielen beizutragen. Wir schließen uns mit Partnern aus der Industrie zusammen, um den Ausbau von emissionsarmen und emissionsfreien Lösungen für den Fernverkehr zu ermöglichen.

So stellen wir Glaubwürdigkeit und Konformität sicher

Klimabeiträge müssen aus unserer Sicht höchsten Ansprüchen an Transparenz und Verantwortung gerecht werden. Deshalb folgen wir diesen Grundsätzen:

  • Keine irreführenden Aussagen: Wir bewerben Reisen nicht als „klimaneutral“ oder „CO₂-neutral“, nur weil Kompensationszahlungen geleistet wurden. Damit richten wir uns nach dem EU-Verbraucherschutzrecht und der Empowering Consumers Directive.
  • Ausschließlich zertifizierte Projekte: Bis April 2026 haben wir ausschließlich mit atmosfair zusammengearbeitet, deren Projekte strenge Standards erfüllen, wie den Gold Standard, den UN CDM sowie den Carbon Standards International für Emissionsreduktionsprojekte.
  • Volle Transparenz: Alle Methoden zur Emissionsberechnung, Projektaudits und Klimawirkung sind öffentlich dokumentiert und werden jährlich aktualisiert.
  • Wirkungsberichterstattung: Wir überprüfen regelmäßig die Wirkung der Projekte in Zusammenarbeit mit atmosfair, um zu zeigen, wie und wo die Beiträge zum Future of Mobility Fund eingesetzt werden.

1 Im Durchschnitt werden bei einer Fahrt mit FlixBus in Europa 28,1 Gramm CO₂ pro Fahrgast und Kilometer ausgestoßen. Der Emissionsfaktor für FlixBus in Europa ist ein gewichteter Durchschnittswert, den Flix aus den Emissionsfaktoren der verschiedenen europäischen Betriebsregionen berechnet. Die Gewichtung erfolgt anhand der jeweiligen Personenkilometer (Pax-km). Die zugrunde liegenden regionalen Emissionsfaktoren sind in Flix Methodik zur Berechnung vermiedener Emissionen 2025 (S. 8) dargestellt. Multipliziert mit der Entfernung der Reise ergibt sich daraus der geschätzte Gesamtausstoß für die jeweilige Fahrt. Die in dieser Analyse verwendeten Emissionsfaktoren wurden anhand von Parameterannahmen (Well-to-Wheel pro Masse, unterer Heizwert und Dichte) aus der Norm ISO 14083 (EU-Dieselwerte) berechnet, kombiniert mit durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchswerten, die von FlixBus Partnern bereitgestellt und auf die jeweilige Betriebsregion angewendet wurden. Diese Emissionsfaktoren wurden anschließend mit den gewichteten Durchschnittspreisen für die Reduktion (z. B. 96,5 %) und das Entfernen (z. B. 3,5 %) von einer Tonne CO₂ multipliziert, um einen Preis pro Personenkilometer zu bestimmen.

2 Der Validierungsbericht ist hier verfügbar: CDM-PoA-RCPV-FORM.

3 Die Zertifizierungsdokumente sind hier verfügbar: https://global-c-registry.org/project-view/1024.

4 Weitere Informationen enthält die Flix Methodik zur Berechnung vermiedener Emissionen 2025.