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Eure FlixHelden - Nicht nur an Weihnachten

Sie sind als FlixHelden das ganze Jahr für Euch im Einsatz und bringen Euch auch über die Weihnachtsfeiertage wieder sicher von A nach B. Jeden Monat werden rückwirkend Fahrer-Teams ausgezeichnet, die in unserer Kundenumfrage die besten Werte erzielen. Durch die Zufriedenheitsumfrage, die Du nach der Fahrt erhältst, hast auch Du die Möglichkeit, besondere Erlebnisse mit Deinem Fahrer oder herausragende Leistungen zu teilen. Du entscheidest also mit, wer von unseren über 5.000 Fahrern und Fahrerinnen für die Auszeichnung "FlixHeld" infrage kommt. Wir möchten an dieser Stelle DANKE sagen, an alle Fahrer für ihren Einsatz, auch im Namen der vielen Millionen glücklichen FlixBus-Nutzer, die ihr auch in diesem Jahr wieder an ihr Ziel gebracht habt.

Unsere FlixHelden sorgen dafür, dass sich unsere Fahrgäste sicher und wohl fühlen. Sie sind Gastgeber, Fahrzeugführer, Sicherheitsbeauftragte und oftmals Entertainer in einem. Stellvertretend für unsere Fahrer des Monats und alle Helden der Straße, möchten wir Euch einen von ihnen vorstellen:
 

Unser FlixHeld Günter

Von Leipzig über Berlin an die Ostsee und nach Hamburg - Günter macht unser Leben ein kleines Stückchen "grüner".

Durch sein Engagement im Umgang mit seinen Fahrgästen, seine Herzlichkeit und seine bewegende Geschichte ist Günter einer unserer ausgezeichneten FlixHelden des Jahres 2016. Wir würden gerne ein paar seiner Heldenstories aus dem Alltag mit Euch teilen. Hier das ganze Interview mit Günter:

Warum und wie sind Sie Busfahrer geworden?

Günter: Oje, da müsste ich eigentlich weit ausholen. Aber ich fasse mich möglichst kurz. Nach 20 Jahren Selbständigkeit (Verkauf und Montage Fenster und Türen) folgte letztendlich Insolvenz. Danach 10 Jahre Hartz IV und ein gering bezahlter Nebenjob. Dann wurde ich auf Fernlinien aufmerksam und dachte mir: da werden doch sicherlich Busfahrer benötigt und trug das beim Jobcenter, mit der Bitte mir den Busführerschein zu finanzieren, vor. Meine Beraterin war regelrecht begeistert und schob die Sache mit Tempo voran. Ab dem Zeitpunkt schien alles für mich wie geschmiert zu laufen. Immer nach dem Motto: Ich will Busfahrer werden! Vom Nichts bis hin zum FlixBus Fahrer fügte sich ein Baustein nach dem anderen hinzu. Für mein Empfinden war das eine sagenhafte Entwicklung, für die ich nach wie vor allen Beteiligten gegenüber dankbar bin.

Hatten Sie in diesem Jahr ein besonderes Fernbus-Erlebnis oder gibt es Fahrgäste, an die Sie sich gerne erinnern?

Günter: Da gibt es eine ganze Menge, aber hier ein paar Beispiele: Ich hatte vor etwa zwei Jahren mit dem Fernbus in Schweinfurt eine Panne. Meine erste Panne und damit zum ersten Mal eine Ausnahmesituation als Busfahrer. Mein Chef erklärte mir in aller Ruhe das Nötige, um technische Hilfe zu bekommen. Ein Teil der Fahrgäste fuhr dann mit der Bahn und etwa die Hälfte blieben im Bus. Damals spielte ich noch mehr schlecht als recht Akkordeon, fasste aber doch meinen ganzen Mut zusammen und holte mein Instrument aus der Kofferklappe raus. Ich fragte noch, ob es jemanden stören würde, wies auch auf mein anfängerisches Gedudel hin. Doch die Fahrgäste schienen irgendwie davon erbaut zu sein. Ich spielte also Akkordeon. Meine Finger zitterten mehr, als dass sie spielten. Schließlich war das mein erstes Publikum. Am Ende klappte alles wunderbar, das Musizieren naja, aber die Panne wurde genau in meinem versprochenen Zeitraum behoben. Als ich Monate später, zufällig auf ein Forum (fernbusse.de) stieß, stöberte ich nach Kritiken und Lob und durch einen Zufall entdeckte ich ein dickes Lob eines Fahrgastes auf der beschriebenen Fahrt.

Bei dem anderen Beispiel in diesem Jahr hatte ich einen fast voll besetzten Bus. Dann kamen noch die allerletzten Fahrgäste, eine 6- köpfige Familie aus Syrien. Natürlich waren nur noch einzelne Plätze im Bus frei. Die Familie sprach weder deutsch noch englisch. Ihre Kinder waren alle im Vorschulalter oder Grundschulalter. In meinem Bus werden keine Kinder von ihren Eltern getrennt! In aller Höflichkeit, aber auch Deutlichkeit, bat ich um das Versetzen mehrerer Fahrgäste. Ich hatte den Eindruck alles richtig zu machen. Die Fahrgäste, welche sich versetzen sollten, zeigten vollstes Verständnis und die Dankbarkeit der gesamten Familie wollte kein Ende finden.

Im Juli 2016 fuhr ich wie so oft eine meiner FlixBus-Linien, von Berlin über Rostock nach Warnemünde. Am Berliner ZOB war ich gerade bereit los zu fahren, nur ein Fahrgast fehlte noch auf dem Display meines Eincheck-Smartphones. Der Gang war eingelegt und die Feststellbremse gelöst, mein rechter Fuß wollte das Gaspedal drücken, da klopfte eine junge Frau an die Türe und blickte mich flehend an. Es konnte nur mein fehlender Fahrgast sein und ich machte auf. Beim Einscannen ihres Fahrscheins fiel mir ihr Name auf. Ob sie mit unserem amtierenden Bundespräsidenten verwandt sei, fragte ich scherzend. "Ja" antwortete die auf mich bodenständig und auf gewisse Art auch bescheiden wirkende Frau. Da stand nun die Tochter des Bundespräsidenten vor mir, bodenständig wie beschrieben. Einerseits wollte ich nicht lästig werden und war irgendwie befangen. Gleichzeitig wollte ich gerade meine übliche, allgemeine Begrüßungsrede an die Fahrgäste beginnen und meinte mit meinem Grinsen, "soll ich ihren Status den Fahrgästen bekannt geben?" "Bloß nicht!" bat sie mich mit einem breiten Lachen.

Was ist das Beste an Ihrem Job?

Günter: Wie eben schon beschrieben: Die Dankbarkeit der Fahrgäste ist überwältigend, was ich gebe wird dreifach gedankt.

Was haben Sie gedacht, als Sie erfahren haben, dass die Fahrgäste Sie zum FlixHeld des Monats gekürt haben?

Günter: Ich fiel aus allen Wolken und dachte mir, so eine Freude, wie ich sie bei meinem Job habe, erreicht jetzt auch noch so eine Dankbarkeit. Ich kam vom Lachen ins Heulen und wieder zurück.

Wir wünschen Günter und allen Helden der Straße, die täglich für FlixBus im Einsatz sind, weiterhin gute und sichere Fahrt!